Remotedesktopverbindung (RDP)

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Was ist RDP?

Das Remotedesktop Protokoll "RDP" ist eine von Windows mitgelieferte Fernwartungssoftware, um einen Computer fern-zusteuern.
Mit Hilfe dessen können Sie die Grafische Oberfläche Ihres Windows Server in der vollen Grafikauflösung und mit maximaler Performance genießen. Zudem stehen die Zwischenablage, Tastenkombinationen sowie Speichermedien des Client Computers zur Verfügung, wodurch die Arbeit erheblich vereinfacht wird.

Wie funktioniert RDP?

Remote Desktop Dienste ist ein Terminal Dienst, welcher auf allen Windows Server voreingestellt und aktiviert ist. Dieser ist standardmäßig über den TCP Port 3389 von außen erreichbar und kann von jedem RDP fähigen Client erreicht werden. Die Datenübertragung erfolgt mit 128 Bit TLS verschlüsselt.[1]

Wie nutze ich RDP?

Unter Windows

  • Suchen Sie im Windows Startmenü nach "Remotedesktopverbindung" und öffnen Sie dieses Programm.
  • Geben Sie als Computer die IP Adresse Ihres Servers an und klicken Sie auf "Verbinden" (siehe Abb. 1)
  • Sobald die Abfrage nach den Anmeldeinformationen erfolgt, wählen Sie bitte "Anderes Konto verwenden" (siehe Abb. 2)
  • Geben Sie als Benutzername "Administrator" und als Kennwort Ihr Administrator-Kennwort ein (siehe Abb. 3)
  • Klicken Sie nun auf "OK" und akzeptieren Sie die Sicherheitswarnung.

Auf meinem Smartphone (Android und iOS)

Microsoft bietet für Android (z.B. Samsung, LG, HTC) und iOS Smartphones (z.B. Apple iPhone, iPad) kostenlose Remotedesktop Apps an:

Anleitung

  • Öffnen Sie die RD Client App (siehe Abb. 1).
  • Tippen Sie oben rechts auf das Plus (+) Symbol (siehe Abb. 2).
  • Wählen Sie im Pop-Up "Desktop" (siehe Abb. 2).
  • Geben Sie bei "PC-Name" Ihre Server IP ein (siehe Abb. 3).
  • Wählen Sie bei "User name", "Add user account" (siehe Abb. 4).
  • Geben Sie bei "User name", "ServerIP\Administrator" und bei "Password" Ihr Administrator Kennwort ein (siehe Abb. 5)
  • Speichern Sie Ihre neue Verbindung mit "Save" (siehe Abb. 6).
  • Nun sollte Ihre neue Verbindung im Menu angezeigt werden (siehe Abb. 7).
  • Tippen Sie auf die Verbindung, um diese zu starten (siehe Abb. 8).
  • Wählen Sie bei der Zertifikatswarnung "Don't ask me again for connections to this computer" und tippen Sie auf "Connect" (siehe Abb. 9).

Unter Linux (im Beispiel Ubuntu Desktop 15.04)

  • Installieren Sie über Ihren Paketverwalter den RDP Client "Remmina".
  • Starten Sie Remmina.
  • Klicken Sie auf "Neu" (siehe Abb. 1).
  • Geben Sie bei Server Ihre Server IP ein. (siehe Abb. 2).
  • Geben Sie als Benutzername "Administrator" und als Passwort das Administrator-Kennwort (siehe Abb. 2).
  • Optional: Wählen Sie bei Farbtiefe: "Echtfarben (32 bpp)".
  • Optional: Wählen Sie unter "Erweitert" -> "Qualität" (siehe Abb. 3).
  • Klicken Sie auf "Save".
  • Wählen Sie im Menü Ihren Server und anschließend "Verbinden" (siehe Abb. 4).
  • Bestätigen Sie die Zertifikatswarnung mit "OK" (siehe Abb. 5).

Datenübertragung

Häufig ist es erforderlich, Dateien zwischen dem lokalen Client und dem Windows Server auszutauschen. Per Voreinstellung ist diese Möglichkeit aber deaktiviert.
Naheliegend wäre die Verwendung von Drag and Drop. Leider ist dies nicht möglich.

Methode 1: Zwischenablage

Verwenden Sie die Funktionen Kopieren/Ausschneiden und Einfügen über das Kontextmenü. Alternativ können Sie auch die folgenden Tastenkombinationen verwenden, sobald Sie die gewünschten Dateien gewählt haben

  • [STRG]+[C] = Kopieren
  • [STRG]+[X] = Ausschneiden
  • [STRG]+[V] = Einfügen

Methode 2: Ordner auf Remotesystem via SMB freigeben und lokal als Netzlaufwerk mounten

Ordner freigeben

SMB Share auf Windows Server erstellen

  • Erstellen Sie einen neuen Ordner oder wählen Sie einen bereits vorhandenen.
  • Machen Sie einen Rechtsklick auf diesen und wählen Sie "Eigenschaften".
  • Öffnen Sie den Reiter "Freigabe" (siehe Abb. 1).
  • Klicken Sie auf "Erweiterte Freigabe..." (siehe Abb. 2).
  • Setzen Sie bei "Diesen Ordner freigeben" (siehe Abb. 3).

Rechte vergeben

Vergeben Sie nun die Rechte für die Benutzer, welche auf den Share zugreifen dürfen.

  • Klicken Sie auf "Berechtigungen" (siehe Abb. 4).
  • Wählen Sie den Benutzer "Jeder" und klicken Sie auf "Entfernen" (siehe Abb. 5).
  • Fügen Sie einen neuen Benutzer hinzu. Klicken Sie dazu auf "Hinzufügen..." (siehe Abb. 6).
  • Geben Sie in dem Feld einen Benutzernamen ein, welcher auf Ihrem Windows Server existiert. Klicken Sie im Anschluss auf "Namen überprüfen" und auf "OK" (siehe Abb. 7).
  • Damit Sie via SMB in diesem Ordner schreiben können, vergeben Sie für diesen Benutzer "Vollzugriff" (siehe Abb. 8).
  • Schließen Sie den Vorgang mit "OK" ab.

Netzlaufwerk am Client einrichten

SMB Share als Netzlaufwerk auf Windows Client einrichten.

  • Öffnen Sie den Windows Explorer (Tastenkombination [WIN]+[E])
  • Klicken Sie auf "Netzlaufwerk verbinden" (siehe Abb. 9).
  • Geben Sie als Ordner die SMB Freigabe im folgenden Format an: \\Server-IP\\Freigabename (siehe Abb. 10).
  • Klicken Sie auf "Fertigstellen" und geben Sie im Anschluss die Login Daten des Benutzers an, welcher auf Ihrem Server existiert (siehe Abb. 11).
  • Sie finden ab sofort im Windows Explorer unter Netzwerkadressen den SMB Share (siehe Abb. 12).


Methode 3: Lokale Speicherressourcen via SMB auf Remotesystem bereitstellen:

  • Starten Sie den Client "Remotedesktopverbindung".
  • Klicken Sie in der linken unteren Ecke auf "Optionen einblenden" (siehe Abb. 1).
  • Klicken Sie auf den Reiter "Lokale Ressourcen" (siehe Abb. 2).
  • Klicken Sie links unten unter "Lokale Geräte und Ressourcen" auf den Button "Weitere" (siehe Abb. 3).
  • Wählen Sie unter Laufwerke die gewünschten Datenträger, auf die Sie später zugreifen möchten (siehe Abb. 4).
  • Klicken Sie auf "OK" und anschließend auf "'Verbinden".
  • Im Windows Explorer finden Sie nun ein neues Netzlaufwerk mit dem Namen Ihrer Festplatte und Ihrem Computernamen (siehe Abb. 5). Wenn Sie dort drauf klicken, finden Sie das Dateisystem Ihres lokalen Computers und können beliebig Dateien kopieren.

Hinweis: Die Geschwindigkeit der Datenübertragung ist abhängig von der Upload/Download-Geschwindigkeit Ihres Internetanschlusses!

Einzelnachweise

  1. Secure RDS (Remote Desktop Services) Connections with SSL Microsoft Technet